Unter welchen Voraussetzungen können Schüler*innen in Ihrer Ausbildung zur Unterstützung in Kliniken eingesetzt werden?

Hiermit erhalten Sie die untenstehende Hinweise des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration zum aushilfsweisen Einsatz von Auszubildenden in Kliniken mit der Bitte um Beachtung und Information der praktischen Ausbildungsstellen.

Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass diese Regelungen den Einsatz im Rahmen der Ausbildungszeit betreffen, unabhängig davon ist eine gelegentliche zusätzliche Hilfstätigkeit, die individuell außerhalb der Ausbildungszeit stattfindet.

IBetreff: Hinweise zum Einsatz von Pflegeschülern bzw. Notfallsanitäter-Auszubildenden in Kliniken und Pflegeeinrichtungen

Az.: 34-5418.2/4

Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen vorliegender Anfragen zum Einsatz von Auszubildenden in Kliniken und auch in Pflegeeinrichtungen übermitteln wir Ihnen nach intensiver Prüfung und Abstimmung (auch mit dem Kultusministerium und dem Innenministerium) die nachfolgenden Bedingungen für einen solchen Einsatz.

II. Notfallsanitäterausbildung:

Auch bei den Notfallsanitäter-Auszubildenden steht das Erreichen des Ausbildungsziels, namentlich das Sammeln praktischer Einsatzerfahrungen im Rettungsdienst im Vordergrund. Bevor auf Notfallsanitäter-Auszubildende im Krankenhaus zurückgegriffen wird, sollten alle anderen Unterstützungsmöglichkeiten für die Kliniken geprüft und ausgeschöpft sein. Erst dann ist ein Einsatz von Notfallsanitäter-Auszubildenden unter den folgenden Bedingungen möglich (Subsidiarität).

Ein produktiver Einsatz von insgesamt maximal drei Wochen zur akuten Krisenintervention von Auszubildenden des 2. und 3. Ausbildungsjahrs zur direkten oder vorzugsweise indirekten Entlastung von Intensivstationen (durch Einsatz auf einer Normalstation, um den Einsatz von Pflegekräften auf der Intensivstation zu erleichtern) und in der Notaufnahme (zusätzlich zu den vorgesehenen angeleiteten Praxis-Einsätzen im Krankenhaus) kann für die Dauer der Corona-Alarmstufen geduldet werden, sofern

1.   die Auszubildenden nicht zur Sicherstellung des Regelrettungsdienstes von ihrem Arbeitgeber eingesetzt werden,

2.   die Auszubildenden und ihre Arbeitgeber dem zustimmen und die Auszubildenden hierfür geeignet sind,

3.   die Regelungen der Ausbildungsverträge und des Arbeitsschutzes eingehalten werden,

4.   vorab eine Abstimmung der Einsätze mit der Schule und der Lehrrettungswache stattgefunden hat,

5.   in dem Einsatzzeitraum keine schulischen Ausbildungsabschnitte oder den Prüfungsvorbereitungen dienenden Ausbildungsabschnitte (Karenzzeit vor der Prüfung: mindestens drei Monate) betroffen sind (kein Ausfall von Unterricht!) und

6.   der Einsatz in den Kliniken durch die Auszubildenden und die Ausbildungsträger zeitlich und inhaltlich dokumentiert wird.

Mit freundlichen Grüßen                                                           Mit freundlichen Grüßen

gez. Walter Biermann                                                               gez. Maria Diop

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration                                           Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration

Referat 34 – Pflegeberufe, Privatschulförderung                                                  Referat 31- Grundsatz und Recht der Gesundheitsberufe

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